Is there a right way to say goodbye?/ Gibt es ein richtiges Abschiednehmen?

Time flies by so quickly and faster than I can imagine, my time here is over. University seems to be more like a German semester now, since there’s lots of assignments due, papers to write and preparation for final exams. Next week is Thanksgiving and then it’s only two weeks left of actual studies.
Even though I will be in the country until January I can already feel a sense of melancholy and sadness.  I feel comfortable with places and people now, and then I have to leave. Even though I knew about that before, it is still hard every time. Basically, you have two choices when you move around a lot: stay superficial and not make any close friends to save yourself some heartache, or through yourself in 100%. I guess every TCK can relate to this dilemma. And everybody who knows me a little knows that I would definitely go for the second option. I am not good at smalltalk, since time is short and I don’t want to waste it for superficialities. I rather feel pain and sadness than nothing at all. I am glad for all the people that have entered my life (even though for just a short time) and for all the people I might have been a blessing to. I certainly feel blessed by friends all around the world and I wouldn’t miss it!
Still, these weeks with the approaching, inevitable day of goodbye, got me thinking once again if there is a way to make this all easier. Is there a right way to say goodbye? Can you say, when you leave, you have done everything and used your time to the fullest? I remember, a few years back we had an entire seminar on that and some friends shared the insight of Dave Pollock, an acclaimed psychologist who worked with TCKs. He came up with a biblical idea of how to say goodbye by looking at Jesus and his goodbye on earth. Maybe some of it will be helpful for you as you read this.

A good example can be found in John 13 and Pollock came up with four simple steps of saying goodbye:
1. Reconciliation
Jesus washed the feet of his disciples. He wanted to leave the earth without anything between him and his disciples. We shouldn’t carry any burdens with us when we leave. Talk to people, set things right and ask for forgiveness where necessary.
2. Affirmation
Jesus showed affection and appreciation to his friends. They took time to celebrate that friendship and spend lots of time together. Make friendships a highlight and celebrate the time you had together! Also pray for each other and remember that your memories will last forever. And you are always connected through prayer no matter where you are on the globe.
3. Farewell
Jesus made preparations for his farewell and had a special night with his disciples (The Last Supper). Take time to say goodbye to friends and places. Whole heartedly and consciously.
4. Think ahead
Jesus knew the journey ahead of him and where he was going. He admitted his fears to friends, but he also trusted his heavenly father to prepare everything for him. Be ready for your new destination. Inform yourself, that makes re-entry easier. Set realistic expectations (both positive and negative), share your fears and hopes with friends. And remember that God is the same at every spot on earth.

If you take these four things together, they form a word: RAFT- a stable base that can carry you through the ups and downs of saying goodbye and reentering another culture.
Most of all: Set your priorities right! If you look back on your life in a few years, what will you remember most? Good grades on your transcript or the memories you made with great people?
This is what I am doing at the moment (this doesn’t mean I am not doing anything for school, but people come first)…

Fun trip to H&M
ein lustiger Ausflug zu H&M
My biblestudy
Mein Hauskreis
Free time with Thomas, a study mate
ein bisschen freie Zeit mit Thomas, einem Kommilitonen

Die Zeit vergeht wie im Flug und schneller als ich denken kann ist schon alles vorbei. Die Uni wird immer mehr wie ein deutsches Semester, viele Aufgaben zu erledigen, Hausarbeiten und Vorbereitungen für die letzten Klausuren. Nächste Woche ist frei wegen Thanksgiving und dann sind es nur zwei Wochen an der Uni. 
Obwohl ich noch bis Januar im Land bin überkommt mich schon ein Gefühl von Melancholie und Traurigkeit. Ich fühle mich wohl an diesen Orten und mit diesen Menschen, und dann muss ich schon gehen. Obwohl ich das vorher wusste, ist es jedes Mal von neuem schwer. Im Grunde hat man zwei Möglichkeiten, wenn man viel herumreist: Man kann oberflächlich bleiben und keine Freundschaften schließen, um sich den Herzschmerz zu ersparen, oder aber man gibt sich 100% rein. Ich denke, jedes TCK kann etwas mit diesem Dilemma anfangen. Und jeder, der mich ein bisschen kennt, weiß, dass ich immer die zweite Variante wählen würde. Ich bin kein Fan von Smalltalk, da die Zeit knapp ist und ich sie nicht für Oberflächlichkeiten verschwenden möchte. Ich möchte lieber Schmerz und Traurigkeit fühlen als gar nichts. Ich bin dankbar für all die Menschen, die mein Leben bereichert haben (wenn auch nur für kurze Zeit) und auch für all die Menschen, die ich vielleicht bereichern konnte. Ich fühle mich definitiv beschenkt durch die Freunde in aller Welt und will es nicht missen!
Trotzdem haben mich diese Wochen und dieser Gedanke an den baldigen Abschied ins Nachdenken gebracht, ob man das Ganze nicht einfacher machen könnte. Gibt es einen richtigen Weg des Abschiednehmens? Kannst du, wenn du gehst, sagen, dass du alles getan hast und deine Zeit voll und ganz genutzt hast? Ich erinnere mich, dass wir vor ein paar Jahren mal ein ganzes Seminar zu dem Thema hatten. Ein paar Freunde haben den Ansatz von Dave Pollock vorgestellt, ein ausgezeichneter Psychologe, der mit TCKs gearbeitet hat. Er hat die Bibel als Maßstab genommen und sich Jesus angeschaut, wie er die Erde verlassen hat. Vielleicht ist manches für dich hilfreich, wenn du das hier liest.

Ein gutes Beispiel findet sich in Johannes 13, Pollock hat vier Schritte daraus entwickelt. 
1. Versöhnung
Jesus wusch die Füße seiner Jünger. Er wollte diese Erde verlassen ohne irgendetwas zwischen sich und den Jüngern. Wir sollten auch nichts mitnehmen, wenn wir gehen. Sprich mit Menschen, bring Dinge in Ordnung und bitte um Vergebung, wo es dran ist. 
2. Bestätigung
Jesus zeigte seinen Freunden Liebe und Anerkennung. Sie nahmen sich Zeit, um ihre Freundschaft zu feiern und verbrachten viel Zeit miteinander. Mach Freundschaft zu einem Höhepunkt deiner Zeit und freu dich über die Zeit, die du mit anderen hattest. Betet auch füreinander und erinnert euch daran, dass die Erinnerungen bleiben. Außerdem seid ihr durch Gebet verbunden, egal wo auf der Welt ihr seid.
3. Abschied
Jesus hat seinen Abschied vorbereitet und hatte einen besonderen Abend mit seinen Jüngern (das letzte Abendmahl). Nimm dir Zeit, um dich von Freunden und Orten zu verabschieden, bewusst und mit vollem Herz. 
4. Denk voraus
Jesus kannte den Weg, der vor ihm lag. Er bekannte seine Angst vor seinen Freunden, aber hat auch auf Gott vertraut, dass er alles gut vorbereiten würde. Sei vorbereitet für dein neues Ziel. Informier dich, das macht das Re-entry leichter. Setz dir realistische Erwartungen (positive und negative) und sprich mit Freunden darüber. Und denk daran, dass Gott überall derselbe ist. 

Wenn man diese vier Dinge zusammen nimmt, ergeben sie im Englischen das Wort RAFT (Floß)- ein stabiler Grund, der dich durch die Höhen und Tiefen des Abschieds trägt und in die neue Kultur hinein. 
Und: Setz deine Prioritäten richtig! Wenn du in ein paar Jahren auf dein Leben zurückschaust, was bleibt dir? Gute Noten auf dem Zeugnis oder die Erinnerungen an wunderbare Menschen?
Das versuche ich gerade zu tun (nicht, gar nichts für die Uni zu machen, aber die Menschen kommen zuerst)…

Author: Katha von Dessien

Teacher. Believer. Third Culture Kid. World Traveler. People Lover. Writer.

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