I Shall Not Want/Mir fehlt nichts

Shopping and I seem to have a love-hate relationship.
I enjoy going through markets, taking in the smell of fresh fruits and vegetables, and looking at the stunningly bright colors.
I love going grocery shopping with friends (who also happen to be excellent cooks), knowing that the treasures we now buy will end up in an amazing dinner.

I just got back from the grocery store, and I hated it.
Somehow I had forgotten that tomorrow is a public holiday in Germany. Just one day. A Thursday, which means people can go buy everything they need on Friday and Saturday.
They just have to survive one day.
One. Day.

As I stood at the checkout, about five people in the line in front of me, and another six behind me, I began to wonder.
Why do people buy so much?
Wonder quickly turned into slight anger and schock.
One day with the shops closed, and we all go nuts.
We fear we won’t have enough.
We worry we won’t have the exact thing we’re craving for tomorrow, even though our refrigerators and cupboards will be stacked with cans, frozen goods, and fresh food.
If the shops were closed for a week we would still live comfortably and have a choice of what to eat everyday.

So where does it come from – this fear of not having enough?
This feeling of need, want, and lack?
It seems the more we have, the stronger that fear is rooted inside of us.
It might start with ordinary things like food, but it goes on to money, clothes, friends, appreciation, love. We will probably never come to the point where we’re able to say: We have enough.

But it is something I want to practice a bit more often.
Not giving into fear, but reminding my anxious soul that there is someone who can satisfy my every need, who can meet my lack in every aspect of life.
With Him, I shall not, and I will not want.

Still in that checkout line, a song came to my mind. It beautifully puts these fears into words, but also writes about the taste that stills everyone in need.

“From the love of my own comfort
From the fear of having nothing
From a life of worldly passions
Deliver me O God

From the need to be understood
From the need to be accepted
From the fear of being lonely
Deliver me O God
Deliver me O God

And I shall not want, I shall not want
When I taste Your goodness I shall not want
When I taste Your goodness I shall not want”     (Audrey Assad. I Shall Not Want)



Einkaufen und ich haben eine sehr gespaltene Beziehung. 
Ich gehe gerne auf den Markt, nehme den Geruch von frischen Früchten und Gemüse auf und staune über die vielen strahlenden Farben.
Ich liebe Einkaufen mit Freunden (die gute Köche sind), denn ich weiß, dass alle Kostbarkeiten, die wir jetzt kaufen, werden später ein fabelhaftes Essen ergeben.

Ich komme gerade vom Einkaufen, und ich habe es gehasst.
Ich hatte vergessen, dass morgen Feiertag in Deutschland ist. Nur ein Tag. Ein Donnerstag, man kann also danach alles kaufen, was man für die nächsten Tage braucht.
Man muss nur einen Tag überleben.
Einen. Tag.

Ich stand also in der Schlange vor der Kasse, fünf Leute vor mir und sechs hinter mir. Und ich begann nachzudenken.
Warum kaufen Leute so viel?
Verwunderung wurde schnell zu Schock und leichtem Ärger. 
Nur einen Tag sind die Läden zu und wir alle werden verrückt. 
Wir haben Angst, nicht genug zu haben.
Wir machen uns Sorgen, dass wir nicht genau das haben, worauf wir morgen Lust haben, obwohl unsere Kühlschränke und Fächer voll sind mit Dosen, eingefrorenem und frischem Essen. 
Selbst wenn die Läden eine ganze Woche zu wären, würden wir noch bequem leben und jeden Tag eine Auswahl an Essen haben.

Wo kommt das also her – diese Angst, nicht genug zu haben?
Dieses Gefühl etwas zu brauchen, zu vermissen?
Es scheint, je mehr wir haben desto stärker ist diese Angst in uns verwurzelt.
Vielleicht fängt es mit Kleinigkeiten an, wie Essen, aber dann geht es weiter mit Geld, Klamotten, Freunden, Anerkennung, Liebe. Wir werden wohl niemals an den Punkt kommen, wo wir sagen können: Wir haben genug.

Aber das ist etwas, was ich etwas mehr lernen möchte. 
Nicht der Angst nachgeben, sondern meine aufgescheuchte Seele daran zu erinnern, dass es jemanden gibt, der jedes Bedürfnis stillen kann, der jeden Aspekt meines Lebens abdecken kann.
Mit ihm kann und wird mir nichts fehlen.

Noch in der Schlange kommt mir ein Lied in den Sinn. Es verpackt diese Ängste in gute Worte, aber schreibt auch über den, der alle Bedürftigen stillt.


“Von der Liebe meiner eigenen Bequemlichkeit

von der Angst, nicht genug zu haben

von einem Leben voller weltlicher Leidenschaften
befreie mich, Herr
Von dem Bedürfnis, verstanden werden zu müssen
von dem Wunsch, anerkannt zu werden
von der Angst, allein zu sein
befreie mich, Herr
Und mir wird nichts fehlen
wenn ich deine Güte erfahre, dann wird mir nichts fehlen”   (Audrey Assad. I Shall Not Want)



Author: Katha von Dessien

Teacher. Believer. Third Culture Kid. World Traveler. People Lover. Writer.

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