The world is waiting for…YOU!/ Die Welt wartet auf… DICH!!

After being in Greensboro for 2,5 months it is really time I explore my surroundings a little more. On first glance, Greensboro seems to be a small city with not much to offer. As an international you are shocked at the lack of transportation; without a car you are pretty much stuck on campus. Downtown refers to one street with a few nice little shops and some clubs – and that’s it.
Today, however, I learnt that this city hides some interesting history. Rachel and I walked downtown (yes, we did! It’s about 30mins and a really nice walk) to visit the Civil Rights Museum. It is made really nicely and very informative for the visitor. And it gives a little bit more insight into a great movement that started in this very town of Greensboro. During the period of segregation the South was referred to as “Jim Crow Country” (named after a comedian’s joke). Both black and white people adjusted to the system with segregated neighborhoods, schools, buses, public places etc. While groups like the KuKluxKlan were for segregation and supported it by lynching black people, there were also people who stood up for racial equality. Many of them were young students, black and white. They rode buses throughout the country to promote equal travelling (so-called “Freedom Rides”). Four black students of A&T University Greensboro started a sit-in in 1960 by occupying a white-only lunchroom. While they were looked at strangely at first, they gained support very quickly. Their small gesture of protest spread over the entire nation and was an important step on the long way towards equality. The museum today is on the same grounds where the events took place forty years ago.
Most of these things might sound familiar to you or like old stories you have heard before. What got me thinking was the fact that young people were passionate about something and stood up for it. No matter what the consequences might be. Even people who were not directly concerned joined the cause. And I wondered: where do we see something like that today? People who are active for someone else’s cause are laughed at or even pitied; we ourselves are too afraid to stand up for someone since we are not really concerned. When did we lose this passion to speak up for those who don’t have a voice? When did we start being indifferent towards other people’s needs we are confronted with? When did we stop letting our hearts cry out at obvious injustice we see around us? Hiding is easy since we follow the lie that one individual can’t really change much. But every little change can be the beginning of something bigger. It is not about us, it is about what we can do.
The world is full of people who don’t care. Let us be people who care. Let us be brave enough to step out of our comfort zone and learn to obey God’ heart that is breaking for the needy, the poor, the victims of injustice- the world of today.

Nach 2,5 Monaten in Greensboro wird es wirklich Zeit, meine Umgebung etwas mehr zu erkunden. Auf den ersten Blick scheint Greensboro eine kleine Stadt zu sein, die nicht viel zu bieten hat. Als Austauschstudent ist man schockiert, wie wenig Verkehrsmittel es gibt; ohne Auto ist man an den Campus gebunden. Das Stadtzentrum beschränkt sich auf eine Straße mit ein paar kleinen Geschäften und Clubs- das ist alles. 
Heute aber habe ich bemerkt, dass die Stadt interessante Geschichte in sich birgt. Rachel und ich sind ins Zentrum gelaufen (ja, wir sind gelaufen, ca. 30 Minuten und wirklich schöne Häuser am Straßenrand!), um das Civil Rights Museum zu besuchen. Es ist wirklich schön aufgemacht und sehr informativ für den Besucher. Und es gibt einen guten Einblick in eine Bewegung, die hier in Greensboro begann. Während der Zeit der Rassentrennung wurde der Süden als “Jim Crow Land” (nach einem Comedy Witz) bezeichnet. Weiße und Schwarze passten sich ans System an, mit getrennten Wohnorten, Schulen, Bussen, öffentlichen Plätzen etc. Gruppen wie der KuKluxKlan waren für die Trennung und unterstützten sie durch Morde an Schwarzen. Aber es gab auch Leute, die für Gleichheit der Rassen einstanden. Viele von ihnen waren junge Studenten, schwarz und weiß. Sie fuhren in Bussen durchs ganze Land, um Reisen für alle zugänglich zu machen (die sogenannten “Freedom Rides”). Vier schwarze Studenten der A&T Universität in Greensboro begannen einen Sitzstreik im Jahr 1960 in einer Kantine, die nur für Weiße offen war. Zuerst wurden sie komisch angeguckt, aber sie gewannen schnell an Unterstützung. Ihre kleine Protestgeste wurde in der ganzen Nation bekannt und war ein wichtiger Schritt im langen Weg zur Gleichheit. Das heutige Museum ist an der gleichen Stelle, wo vor 40 Jahren diese Geschehnisse stattfanden. 
Die meisten dieser Dinge kommen dir wahrscheinlich bekannt vor, du hast das alles schon mal gehört. Was mich zum Nachdenken gebracht hat ist die Tatsache, dass diese jungen Menschen voller Leidenschaft für etwas waren und dafür eingestanden sind. Egal, was die Folgen sein würden. Es waren auch Leute dabei, die nicht direkt davon betroffen waren. Und ich habe mich gefragt: Wo sehen wir sowas heute? Menschen, die sich für jemand anderes einsetzen, werden belächelt oder sogar bemitleidet; wir selbst sind zu ängstlich, für jemanden einzustehen, da wir ja nicht direkt davon betroffen sind. Wann haben wir die Leidenschaft verloren, für die zu sprechen, die keine Stimme haben? Wann haben wir angefangen, gleichgültig zu sein gegenüber den Sorgen anderer Menschen, die uns jeden Tag begegnen? Wann haben wir aufgehört, unsere Herzen aufschreien zu lassen über offensichtlicher Ungerechtigkeit, die um uns herum herrscht? Verstecken ist einfach, da wir der Lüge glauben, wir als Einzelner können nicht wirklich etwas ändern. Aber jede kleine Veränderung kann der Beginn von etwas Großem sein. Es geht nicht um uns, sondern um das, was wir tun können.
Die Welt ist voll genug von Menschen, denen alles egal ist. Lass uns Menschen sein, denen nicht alles egal ist. Lass uns mutig genug sein, aus unserer Komfortzone auszubrechen und zu lernen, dem Herzen Gottes zu gehorchen, dass für die Bedürftigen, die Armen, die Opfer von Ungerechtigkeit zerbricht- die Welt von heute. 

Fall Break- Travel time!/ Herbstferien- Reisezeit!

 Last week we were off for a few days, it was Fall Break. Many of us used the chance to travel to all parts of the United States. I joined a group that headed up North to the capital, Washington D.C. I was surprised by the beauty of the city, its diversity and nice flair. And it was nice for once to get out of Greensboro, enjoy some public transportation and different food.
Downtown we walked a lot and our feet were really sore after these three days, but the pictures should prove that it was really worth it! We started off with the monuments that most of you are probably familiar with from the news or movies. The weather was splendid and we could be outside most of the time. Washington has countless monuments to show its historical richness starting with the Founding Fathers to the Civil War or the World Wars or Vietnam.

Letzte Woche hatten wir ein paar Tage frei, es waren Herbstferien. Viele haben die Gelegenheit genutzt, um in alle Teile der USA zu reisen. Ich habe mich mit einer Gruppe gen Norden in die Hauptstadt, Washington D.C., aufgemacht. Ich war erstaunt über die Schönheit der Stadt, ihren Flair und die Vielfalt. Und es war schön, mal aus Greensboro rauszukommen, öffentliche Verkehrsmittel zu haben und anderes Essen zu probieren. 
In der Stadt selbst sind wir viel gelaufen und unsere Füße waren nach den 3 Tagen wirklich müde, aber die Bilder sollten beweisen, dass es sich gelohnt hat! Angefangen haben wir bei den historischen Bauwerken, die die meisten wahrscheinlich aus den Nachrichten oder aus Filmen kennen. Das Wetter war super und wir konnten die meiste Zeit draußen sein. Washington hat zahlreiche Bauwerke, die die reiche Geschichte des Landes zeigen, angefangen bei den Gründervätern über den Bürgerkrieg bis zum 2. Weltkrieg oder Vietnam.

 City View from Arlington Cemetry
Blick auf die Stadt vom Arlingtoner Friedhof
Lincoln Memorial
Washington Monument
At the World War II Memorial with Sarah, an American friend
Am Denkmal für den 2. Weltkrieg mit Sarah, einer amerikanischen Freundin
Capitol
Me and my best friend, Thomas Jefferson
Mein bester Freund und ich, Thomas Jefferson
Jefferson Memorial
No explanation needed…Sadly no one was home!
Das braucht wohl keine Erklärung…Leider war keiner zuhause!

On the other side of town is Georgetown, the really old part of the city with cute little houses, nice cafés and great places to go out at night. While the city center reminded me very much of Rome or Berlin (with its imperial buildings), Georgetown could also have been somewhere in France or the German countryside.

Auf der anderen Seite der Stadt ist Georgetown, der alte Teil der Stadt mit süßen kleinen Häusern, Cafés und Bars. Der Stadtkern hat mich manchmal an Rom oder Berlin im Imperialstil erinnert, Georgetown hätte aber auch gut in Frankreich oder in Süddeutschland sein können. 




Just a few blocks from the governmental district is Chinatown where signs change their letters, restaurants their menu and people their language. Welcome to diversity! And even though it started raining on the last day we weren’t bored at all. Washington has tons of museums and most of them are for free. We dived into the world of American History, Air and Space, the greatest library of the world and much more!

Nur wenige Blocks vom Regierungsbezirk ist Chinatown, wo die Schilder ihre Buchstaben ändern, Restaurants ihre Speisekarten und Menschen ihre Sprache. Willkommen in der Vielfalt! Obwohl es am letzten Tag angefangen hat zu regnen, war uns nicht langweilig. Washington hat zig Museen und die meisten sind kostenlos. So konnten wir eintauchen in die Welt der amerikanischen Geschichte, Weltraum und Flug, der größten Bibliothek der Welt und vielem mehr!

Chinatown
Library of Congress, the largest book collection of the world
Die Bibliothek des Kongresses, die größte Büchersammlung der Welt
a piece of American history
ein Stück amerikanische Geschichte 


Unexpected blessings/Unverhoffter Segen

Time is flying, we are already halfway through the semester! Even though work piles up and lots of exams and papers have to be written I try to use the opportunities when they come around. There is always something to do on the weekends, and you never know where blessings come from.
Two weeks ago I realized that I am travelling most of the weekends and it might be really difficult to find a church then. So I asked God to give me something during the week. And he did! I meet regularly with Rachel, an Australian exchange who also is a Christian, to pray and read the bible. We also found a nice bible study off campus. A really great opportunity to meet American Christians and stay close to God.
Very spontaneously I decided to join the Fall Retreat of CRU, a Christian student ministry on campus, for this weekend. A nice group of people in the middle of nowhere, few hours of sleep, good talks and worship. The topic was the kingdom of God and how we can live in it right here and right now. I found it both challenging and encouraging as God had been speaking to me about the same things. Our lives should be peculiar and different than the world’s. Our lives should reflect the heart of God- bringing love and justice. Our lives should point to the eternal hope we have in Jesus. The problem is very often that we separate these three principles. We do social work but don’t give any hope that lasts past the moment. We try to adapt and be modern for the world while we lose sight of who we really live for. We are so busy with sharing the gospel that we forget about its practical implications. A harsh and challenging message for today’s church and every believer but definitely worth hearing! Does your presence in the world make a difference to the people around you?
Another blessing was the people. At the same time of the retreat there was the bi-annual TCK camp in Germany where I normally go as a leader. I really missed my friends there and all the fun they would have. God seemed to know that because he placed three other TCKs at the retreat! It was great meeting them, hearing their stories and how God uses their identity to shape the world!

Kayaking with Rachel
Kayak fahren mit Rachel
If you know me you also know my preference for crazy pictures=)
Wer mich kennt, kennt auch meine Vorliebe für verrückte Fotos=)
Most important ingredient on camps: Smores!
Was nie fehlen darf auf einem Camp: Smores!
Unexpected TCK meeting
Unverhofftes TCK Treffen

Die Zeit fliegt nur so dahin, es ist schon Halbzeit im Semester! Auch wenn sich die Arbeit türmt und viele Klausuren zu schreiben sind, nutze ich doch alle Möglichkeiten, die sich bieten. Am Wochenende gibt es immer viel zu unternehmen und unverhofft erfahre ich immer wieder Segen. 
Vor zwei Wochen fiel mir auf, dass ich oft am Wochenende unterwegs bin und es wohl deshalb schwer sein würde, eine Gemeinde zu finden. Deshalb habe ich Gott gebeten, mir was unter der Woche zu zeigen. Und er hat vorgesorgt! Regelmäßig treffe ich mich mit Rachel, einer australischen Austauschstudentin, die auch Christ ist, zum Beten und Bibellesen. Wir haben auch einen Hauskreis gefunden, wo man amerikanische Christen trifft und nah bei Gott bleibt. 
Sehr spontan habe ich beschlossen, auf die Semesterfreizeit von CRU, einer christlichen Hochschulgruppe, zu fahren. Eine Gruppe von Leuten im Nirgendwo, wenig Schlaf, gute Andachten und Lobpreis. Es ging um das Reich Gottes und wie wir schon hier und jetzt darin leben können. Das war herausfordernd und ermutigend für mich, denn genau darüber hatte ich mit Gott schon geredet. Unser Leben soll besonders und anders als das der Welt sein. Unser Leben soll das Herz Gottes widerspiegeln- Liebe und Gerechtigkeit. Unser Leben soll auf die ewige Hoffnung hinweisen, die wir in Jesus haben. Das Problem daran ist oft, dass wir diese drei Dinge von einander trennen. Wir machen soziale Arbeit, aber geben nichts von der Hoffnung weiter, die länger als diese Welt anhält. Wir passen uns der Welt an, damit sie uns akzeptiert und verlieren aus dem Blick, für wen wir das eigentlich machen wollen. Wir erzählen von Jesus und vergessen dabei die praktische Seite. Das ist eine harte und herausfordernde Nachricht für die Gemeinde von heute und jeden Gläubigen, aber so wichtig zu hören! Macht dein Leben auf dieser Erde einen Unterschied für die Menschen um dich herum?
Ein besonderer Segen waren die Leute. Zur gleichen Zeit fand in Deutschland das jährliche MK-Treffen statt, wo ich sonst mitarbeite. Ich habe meine Freunde dort und all den Spaß wirklich vermisst. Gott scheint das gewusst zu haben, denn auf der Freizeit hier waren drei andere TCKs! Es war wirklich schön, sie kennenzulernen, ihre Geschichten zu hören und wie Gott sie benutzt!

A weekend apart from civilization/Ein Wochenende jenseits der Zivilisation

I know it’s been a while since my last post. One excuse could be that school work has finally kicked in, and I was very busy studying for exams, test, quizzes…Very unsual for me, as German university only gets busy in the last month of the semester. So far I can be very satisfied about my results!
Another reason might be that I realized how fast time flies and how little there is left to travel and see something. Som opportunities have to be taken when they come up, that’s why I traveled quite a bit the last two weekends, seeing different cities and the beautiful countryside. Tonight I just came back from a weekend away in the woods, in a cabin, away from books, campus, cell phone coverage and the noisy world. It was just a group of people, a hottub, nice food and hiking trips into the landscape of North Carolina and Virginia…

Mein letzter Post ist schon ne Weile her. Ein Grund dafür könnte sein, dass die Uni mich auf Trab hält mit Klausuren und Tests, für die ich lernen musste. Eigentlich sehr ungewöhnlich, da die deutsche Uni erst im letzten Semestermonat so richtig stressig wird. Aber bis jetzt kann ich sehr zufrieden mit den Ergebnissen sein!
Ein anderer Grund ist aber, dass mir bewusst geworden ist, wie schnell die Zeit doch vergeht und damit auch weniger Zeit zu reisen und etwas zu sehen. Gelegenheiten müssen also genutzt werden, deswegen war ich am Wochenende oft unterwegs in Städten und der wunderschönen Natur. Gerade heute Abend bin ich von einem Wochenende im Wald wiedergekommen, in einer Hütte weit weg von Unibüchern, dem Campus, Handyempfang und der lauten Welt. Einfach eine Gruppe Leute, ein Whirlpool, gutes Essen und Wandern in der Umgebung in North Carolina und Virginia…

Grayson Highlands National Park in Virginia

As it was raining all day, we were covered in water form head to toe!
Das es den ganzen Tag geregnet hat, waren wir von Kopf bis Fuß nass!
Fall is coming- at least in Virginia!
Der Herbst naht- zumindest in Virginia!

View from the summit- spooky mist came to settle in the valleys
Blick vom Gipfel- schauerlicher Nebel setzt sich in den Tälern fest
Mount Jefferson

 House in Winston-Salem: a Moravian settlement from the 18th century
Ein Haus in Winston Salem: ein böhmisches Dorf aus dem 18. Jahrhundert