Multikulti

Jetzt wird es aber mal Zeit, dass ich euch wie versprochen etwas von den Leuten erzähle, mit denen ich es hier so jeden Tag zu tun habe.
Unser Team hat zwei verschiedene Häuser, ein Teil lebt hier auf der Farm, der Rest in Ga- Rankuwa, wo auch unser Büro ist.

Die Leiter sind Urs und Esther Buff aus der Schweiz, die aber schon seit 20 Jahren in Südafrika leben. Der älteste Sohn Manuel ist noch da, er betreibt hier die Farm und hat eine Milchwirtschaft. Die anderen beiden Kinder Marco und Nadia sind in der Schweiz. Dann lebt noch ihre Adoptivtochter Innocent hier, die aber nur am Wochenende da ist und sonst in Pretoria als Krankenschwester arbeitet.
Buffs sind ein bisschen wie Ersatzeltern und müssen sicher manchmal schmunzeln über die Problemchen der Trekker, gerade Urs. Aber zu ihm kann man mit allem kommen und er hilft immer gern, auch mitten in der Nacht…=)

Auf dem Gelände leben noch Kuda und Sineke, ein Ehepaar aus Zimbabwe, mit ihren Kindern Simba und Munashe. Die fangen jetzt langsam an, English zu lernen und ihr Geplapper hört sich echt witzig an.=) Auch Robert kommt aus Zimbabwe; er arbeitet hier und seine Familie ist noch dort.

Der Großteil des Team im Zoo in Pretoria bei unserem Ausflug im September

Denise ist meine Zimmerbewohnerin, sie kommt aus Deutschland und wir verstehen uns echt gut. Gerade diese Woche sind noch Pieter aus Holland und Andrea aus der Schweiz dazugekommen, so sind wir nochmal internationaler…

In Zone 1 in Ga- Rankuwa wohnen Raquel und Mariale aus Venezuela, mit ihnen sind wir nun vier Trekker. Es ist echt interessant, so viele unterschiedliche Kulturen zu haben. Aber wir jungen Leute haben uns schnell verstanden. Vor 2 Wochen waren wir vier Mädels für einen Tag in Pretoria zum Sightseeing und es war echt ein toller Tag, wo ich die anderen noch besser kennenlernen konnte!

Außerdem wohnt dort noch Fanaye aus Äthiopien, die zwar schon Ende 50 ist, aber trotzdem extrem fit und sehr witzig. Ich genieße es sehr, mit ihr in einem Team zu arbeiten.
Dann wohnen da noch Evelyn (Südafrika) und ihre Adoptivtochter Eliza, die alle mit ihrer Lebensfreude ansteckt.

Das ist so der Teamkern. Aber wir haben noch viele Südafrikaner, die uns helfen und gerade beim Übersetzen nicht zu ersetzen sind! Und ich finde es immer wieder bereichernd, wenn man so spontan mit ihnen was machen kann.

Gerade hier auf der Farm ist das Leben wie in einer riesen WG. Jeder ärgert jeden, macht einen Spaß und ich genieße es echt! Und auch in den verschiedenen Sprachen- immer witzig! Ins English bin ich schnell wieder reingekommen und so langsam nehme ich ein bisschen den Schweizer Akzent an, wogegen ich mich noch sträube, was Manuel aber ganz toll findet…=)

Und natürlich haben wir noch ganz viele liebe Mitbewohner wie Schlangen, Wespen (die echt riesig sind!), Ameisen in langen Straßen, 2 Katzen und neuerdings auch Babies, einen Papagei (der immer crazy sounds macht und alles nachahmt) und noch ein paar andere…=)

Ihr seht also, wir haben hier viel Spaß und die Leute machen alles besser!

Geschlaucht, aber glücklich

Es ist schon länger her, dass ich von mir hören habe lassen und es gibt mal wieder mehr als genug zu erzählen….=)

Nach der Woche mit OM kam eine Woche voller besonderer Programme, denn es war für die Schüler die letzte Woche vor den Frühjahrsferien und so machen wir da immer was Besonderes. Was zu essen, mal eine andere Geschichte, mehr Lieder und Spiele…

Nebenbei liefen die Vorbereitungen für das Teenagecamp, das nun vergangene Woche über die Bühne ging und gestern zu Ende war. 40 junge Leute bevölkerten unser Gelände und es war eine Woche voller schlafloser Nächte und Stress, aber auch vielen tollen Erlebnissen. Wir Leiter schliefen bei den Teens und ich war erstaunt, wie unterschiedlich die Kulturen wieder sind. Aber ich fand es echt witzig und ich war so auch viel näher an den Mädels dran konnte ihr Vertrauen gewinnen. Tagsüber haben wir in Kleingruppen Bibelarbeiten gehabt, wichtige Fragen diskutiert und versucht, ihnen mehr von Jesus zu erzählen. Highlight war der letzte Abend, an dem jeder etwas vorführen konnte. Die Teens sind echt ultra kreativ und wir haben über Theaterstücke, Lieder, Tänze, Gedichte und vieles mehr gestaunt. Den Vogel schoss unsere Mitarbeiterin Denise ab, die “Für Elise” auf dem Piano spielte und damit alle verzückte, denn klassische Musik ist hier recht unbekannt.=)

Gestern hieß es dann früh aufstehen, denn wir hatten einen Outreach. Mit Denise leite ich die “Stargirls”, eine Mädchentanzgruppe, die Anbetungstänze und Theater mit Stoffpuppen macht. Verschiedene Gemeinden laden uns ein und wir gestalten dort dann einen Tag. Gestern waren wir in Polokwane, etwa 3 Stunden von hier entfernt. Für mich war es echt ein Erlebnis, denn die Landschaft war so anders als alles, was wir hier haben und wir haben über die Andersartigkeit gestaunt. Die Kirche, wo wir auftreten sollten, war propevoll, es war ein Kinder- und Jugendtag und nebenbei auch noch die Einsegnung von Teenagern für ihren Dienst in der Sonntagsschule. Wir haben sogar einigermaßen pünktlich angefangen und Denise hat die erste Session für die Kinder geleitet. Ich war danach dran und habe die erste Predigt hier gehalten, für die Teenager. Ich hoffe, die Message ist angekommen! Da es ja ihre Einsegnung war, haben die Leiter kurzfristig beschlossen, dass wir beiden Weißen doch die Zeremonie übernehmen könnten. Das war eine besondere Ehre, diese 40 jungen Leute zu segnen und ich hoffe, sie werden gesegnet ihren Dienst tun können!

Ein bisschen Abenteuer war auch wieder dabei: Urs, unser Leiter, meinte, wir sollen das Auto leer fahren, bis kein Benzin mehr drin ist, da er wissen möchte, wie viel rein passt und die Tankanzeige kaputt ist (du weißt also nie, ob es noch nach Hause reicht=)). Für den Notfall gab er uns 2 Kanister mit Benzin mit. Auf dem Heimweg sind wir dann stehen geblieben und es war zum Glück noch hell. Die vorbeifahrenden Autos haben schon ein bisschen geguckt, was 2 Weiße denn da mit einer Plastikflasche am Straßenrand machen, aber wir hatten einen riesen Spaß!=)

Nach dieser Hammerwoche bin ich schon ein bisschen geschafft und sehr froh, dass wir 2 Tage frei haben, bevor die Arbeit wieder losgeht. In der kommenden Woche geht es für mich nach Bloemfontain, wo ich an einem Training teilnehme. Und dann steht noch die Orientation Week in Durban an. Ich freue mich schon sehr drauf!

Eine gute Nachricht gibt es noch: Es macht Fortschritte in unserem Holzhaus! Als ich vor ein paar Tagen drin war, waren sie schon am Wände hochziehen und Elektroarbeiten- ich war echt erstaunt! So kann es sein, dass wir wirklich bald umziehen. Da in ein paar Wochen neue Trekker kommen, wäre es platzmäßig echt gut!

Vielen Dank für alles Drandenken und eure lieben Grüße!
Be blessed!

Eine besondere Woche

Die letzte Woche war echt der Hammer! Ich hatte wenig Schlaf, wurde aber dafür überreich beschenkt und habe tolle Leute kennengelernt!
Wir hatten Besuch von einem Einsatzteam von OM. Das ist eine andere Missionsgesellschaft, die weltweit aktiv ist und auch mit Schiffen kreuz und quer die Meere unsicher macht…. Das Team in Südafrika ist immer ein halbes Jahr unterwegs und macht praktische Einsätze und das andere halbe Jahr sind dann Schulungen. Die jungen Leute kommen aus aller Welt, es ist da richtig Multi- Kulti. Wir durften eine Woche live dabei sein.
Sie haben auf der Farm geholfen, viele Sachen aufgeräumt und sortiert und mal ein bisschen Platz geschaffen. In der restlichen Zeit haben sie sich die children´s ministry angeschaut und das Programm mitgestaltet. Das war für mich einerseits eine Erleichterung, mal nichts vorbereiten zu müssen, auf der anderen Seite war es auch extrem belebend, mal andere Ideen zu sehen. Ich war für ein kleines 5er Team verantwortlich, mit Deutschen, einem Koreaner, einer Holländerin und einem US- Amerikaner.


„Mein“ Team (von links nach rechts):
Jonathan (D), Andrew (USA), Anne (D), Samantha (NL), Don-Hak (Korea) und ich

Ich war einfach nur begeistert, wie kreativ sie sind und konnte einiges mitnehmen, ein paar schräge Songs und Tänze… Aber auch ein bisschen was von den vielen Kulturen, wie ein paar Sätze koreanisch oder ein paar neue englische Schimpfwörter…
Nein, aber ehrlich: Mir hat die Woche echt viel gebracht, ich wurde wieder neu für die Kinderarbeit begeistert und bin voller Feuer. Und ich habe ein paar liebe Leute gefunden und Freundschaften geschlossen, die hoffentlich noch ein bisschen bleiben.

Was mich vor allem beeindruckt hat, war ihr Gebetsleben. Sie gehen nie ohne Gebet und geben Gott alles ab. Sie hatten einen alten Pick-up dabei, den man immer anschieben musste. Einmal ging gar nix mehr. Wir haben gebetet und ein paar Minuten später ging das Auto wieder! Praise the Lord! Wir mussten das Auto auch über eine große Kreuzung schieben, da haben sich die Leute auch gedacht: Was machen diese bekloppten Weißen da?=) Ich möchte mir diese Erwartungshaltung an Gott echt abschauen und beibehalten!

Es ist echt ein fettes Gebetsanliegen, dass dieses Feuer bleibt und wir gute Ideen für die Kids und Teens haben und mit voller Motivation dabei sind. Nächste Woche ist ein Teenagercamp für 40 Jugendliche und ich bin schon sehr gespannt. Allerdings wird es auch kräftezehrend. Ihr könnt beten, dass ich eine coole Truppe in meiner Kleingruppe habe und man Beziehung aufbauen kann. Und dass die Teens echt Jesus begegnen können und angesprochen werden!
Mir fällt gerade auf, dass ich noch gar nix von meinem Team hier bei Lighthouse geschrieben habe. Das kommt auf jeden Fall noch, aber jetzt ist es schon spät und ich will die anderen nicht warten lassen. Heute ist movie night angesagt… Be blessed!

Geburtstag auf afrikanisch

Mein Mittwoch war echt mal außergewöhnlich. Zum ersten Mal so weit weg ohne Familie den Geburtstag feiern…J

Leider musste ich arbeiten und hatte wenig Zeit zu feiern oder Briefe zu lesen. Eine tolle Überraschung gab es gleich am Morgen. Wir waren in einer Schule für die Morgenandacht und meine lieben Teammembers haben es der leitenden Lehrerin gesteckt, dass ich Geburtstag habe. Ein Mädchen hatte auch und so haben sie für uns gesungen. Das hat mich echt gefreut!

Witzig fand ich auch, dass man hier immer fragt, wie alt das Geburtstagskind wird. Als ich mein Alter sagte, meinten sie, ich sei schon richtig alt. Also, hütet euch vor mir, jetzt werde ich auch vergesslich!J

Bild: Anschneiden der Geburtstagstorte am Abend zusammen mit dem Team

Erst am Abend kam ich dann dazu, zu feiern. Mit dem Team haben wir Kuchen gegessen und ein paar Geschenke ausgepackt, z.B. ein Päckchen Kaffee, das ist hier echt was wert! Meine Eltern hatten mir auch ein Päckchen geschickt, was genau richtig ankam und ich habe jetzt wieder einen großen Nutellavorrat….=) Da Mittwoch immer unser Gebetsabend war, haben sie mich in die Mitte gestellt und für mich gebetet. Wir sind ja international und jeder betet in seiner Sprache. So wurde ich also in Deutsch, English, Shona, Tswana, Afrikaans, Spanish und Schweizerdütsch gesegnet…J

Etwas später in der Nacht habe ich dann die unzähligen Mails gelesen und war überwältigt, wie viele Leute an mich gedacht haben- echt lieb! Vielen, vielen Dank an alle, die geschrieben, gesimst oder sich sonst irgendwie bemerkbar gemacht haben, es hat mich echt super doll gefreut!!!

In den nächsten Tagen dann mal mehr über mein Team und die Arbeit.

Pics

Viele haben schon gefragt, ich bin oft mit meiner Erklärkunst an meine Grenzen gekommen, doch das hat jetzt ein Ende: Hier kommen ein paar Bilder! Für alle, die es sich nicht vorstellen können oder ein bisschen mehr in “meine” Welt eintauchen wollen…

der Zitronenbaum in unserem Garten

unser Pool- eine eiskalte Erfrischung!

Roter Sand, wohin man auch blickt!


die Straße zu unserer Farm

einer der wunderschönen Sonnenuntergänge, allerdings geht die Sonne innerhalb von ein paar Minuten unter, man muss also schnell mit der Kamera sein!=)

ein typisches Haus in Zone 25, von der Regierung gestiftet

mit Teamchild Simba unterwegs

Ein paar Kinder im Township

ein Haus aus Blechstücken, sehr häufig zu
sehen in den ärmeren Teilen des Townships

wir sind von Bergen umgeben

Heute bin ich schon eine Woche hier und da will ich euch mal einen kleinen Einblick geben, wo und wie ich hier wohne. Mir kommt es gar nicht wie eine Woche vor, ich denke, ich bin schon lange hier. Ihr merkt also, ich fühle mich wohl…=)

Die Farm, auf der ich wohne, ist etwa 20 Minuten von Pretoria und eine Stunde von Johannesburg entfernt. Es ist ein bisschen so, wie man es aus Afrikafilmen kennt, echt idyllisch!

die Farm

Da die Familie Buff, die für das Team verantwortlich ist, erst vor einem halben Jahr auf diese Farm gezogen ist, ist vieles noch im Umbau und renovieren. Heute wollten wir noch die neue Küche einräumen, denn die Sachen stehen noch überall verteilt und man sucht manche Sachen recht lange…=)

Neben dem Haupthaus gibt es noch zwei Holzhäuser. In dem einen wohnen Kuda und Sineke mit ihren Kindern Munashe und Simba, die Familie kommt aus Zimbabwe. In das andere Holzhaus sollen Denise und ich einziehen, wenn es dann fertig ist, Gerade ist es eher noch eine Abstellkammer…=)

“unser” Holzhaus”

So lange wohnen wir in der großen Halle der Farm, auf der Empore. Es ist zwar etwas offen, aber auch sehr gemütlich. Wir haben uns eingerichtet und echt ein gutes Miteinander. Da wir einiges teilen müssen, muss man sich absprechen, aber wir haben in den wichtigen dieselbe Meinung-echt genial!

mein Bett auf der Empore

Wir sind ein großes Team und echt international. Ich habe die Leute echt schätzen gelernt und es macht unheimlichen Spaß, mit ihnen zu reden oder herumzualbern. Ich bin froh, mal wieder “richtig” English reden zu können und bin leicht wieer reingekommen. Es ist schon so in uns drin, dass selbst wir Deutschen oft einfach English reden und es nicht merken!=)
Den Teamkern bildet die Familie Buff aus der Schweiz, die seit 22 Jahren in SA lebt. Urs und Esther mit Manuel (der die Farm betreibt mit Milchwirtschaft), Innocent und Teboho. Die anderen Kinder sind in der Schweiz.
Dann wohnen noch Jafta und Robert auf der Farm, sowie eben Kuda und seine Familie. Kate kommt dreimal die Woche zum Putzen und Kochen.
Aber zu dem Team gehören auch die Leute, die im Bürogebäude in der Stadt Ga-Rankuwa (sprich: Charankuwa) wohnen. Das sind Fanaye aus Äthiopien, Evelyn und Elisa sowie Racquel und Maria aus Venezuela. Es ist also echt international und ich genieße es! In den nächsten Wochen kommen noch ein paar Leute, es kommen wieder einige Nationalitäten dazu.

Weil Esther gerade ein Training in Zambia macht, gibt es hier einen Kochdienst, an dem auch die Männer teilnehmen. Ich wurde bis jetzt zum Glück verschont…=) Da ist es manchmal schon ein Abenteuer, was es dann so gibt: Spaghetti mit Bananenmarmeladensoße, ganze Erbsen (weil der Koch dachte, es seinen Bohnen=)) oder auch mal einheimisches Essen, also Pap. Das ist ein geschmackloser Maisbrei, den ich sehr gerne esse, weil er mich so an Uganda erinnert.

So viel mal, ihr seht, es ist abenteuerlich, aber auch sehr schön und ich bin gerne hier. Das nächste Mal dann mehr über meine Arbeit, denn ich bin gerade erst am Anfang und weiß noch nicht so recht, wo ich eingesetzt werde.
Vielen Dank für all die lieben Mails!

Das Abenteuer beginnt

Hier kommen die ersten Grüße aus Südafrika!
Die Zeit vergeht schnell und der Tag der Abreise war gekommen. Am Donnerstag (14.August) ging es um 23:05 Uhr los. Naja, da sollte es losgehen.
Ich hatte eingecheckt (und sie haben all mein Gepäck akzeptiert!) und wollte mich gerade von meiner Family verabschieden, da kam die Meldung, dass der Flieger erst um 3:30 Uhr startet, wegen eines technischen Defekts.
Das war erst mal herb, denn es bedeutete eine lange Wartezeit.
Verabschiedung in Frankfurt

Ich hätte auch nie gedacht, dass der Frankfurter Flughafen nachts so leer ist! Da war echt nix los und nur mit Mühe konnte ich mich wachhalten.=)
So gegen 2 Uhr meinte Etihad (meine Fluggsellschaft) dann, dass der Flug heute Nacht ganz gestrichen ist und erst morgen früh fliegt. So haben sie uns alle in ein Hotel gebracht, wo wir drei Stunden schlafen konnten.
Es war zwar nicht viel, aber wann kommt man denn sonst mal in so ein Nobelhotel in Frankfurt City?=)

Beweis: Das Bett im Frankfurter “Marrotts”

Leider konnte ich den Luxus nicht lange genießen, denn bereits um 6 Uhr ging es wieder zum Fughafen, wo wir dann endlich um 8:30 Uhr gestartet sind. Leider hatte ich keinen Fensterplatz, aber es war trotzdem bequem und ich konnte etwas schlafen. Und natürlich den Etihad-Service nutzen. Sprich: Jeder hatte einen TV vor sich im Sitz und konnte sein eigenes Programm gestalten.
Gegen 15:30 landeten wir dann in Abu Dhabi (für alle Nicht-Erdkundefreaks: Das ist in der Vereinigten Arabischen Emirate=)). Auf Grund einer Verspätung von 9 Stunden hatte ich natürlich auch meinen Anschlussflug verpasst. Ich bekam einen Flug, der um 2:20 starten sollte, also wieder warten. Aber diesmal war ich nicht mehr alleine. In der Warteschlange vor dem Schalter traf ich 2 Deutsche, die auch nach Johannesburg flogen und so haben wir uns zusammen getan.
Hotel in Abu Dhabi bei Nacht

Wieder ging es in ein Hotel, in arabischer Art, aber sehr luxuriös, wie beispielsweise ein Megabuffet.
Allgemein ist Abu Dhabi echt krass. Aus der Luft sieht alles wie ne riesen Zeichnung aus, alles genau abgemessen und symetrisch. Alle Männer laufen in weißen Gewändern rum und haben Turbane, wie kleine Scheichs.=) An jeder Ecke steht ne Moschee und das Wetter ist schlimmer als jede Sauna. Wenn man aus dem gekühlten Hotel oder Flughafen rauskommt, erschlägt es einen! Die Luftfeuchtigkeit ist so hoch, dass die Kleider am Körper kleben und nix trocken wird. Auch ne kalte Dusche konnte nicht helfen, denn es kam nur warmes Wasser raus.=) Ganz gegen den Biorhythmus sind wir dann nachmittags schlafen gegangen. Da war ja auch noch Zeitverschiebung und man kam nicht immer ganz mit. Ich dachte, ich rufe mitten in der Nacht bei meinen Eltern an, dabei war es erst 21 Uhr in Deutschland!=) Der Flughafen in Abu Dhabi

Wieder mitten in der Nacht ging dann unser Flug nach Johannesburg. Ich hatte zum Glück einen freien Platz neben mir, so konnte ich einigermaßen bequem schlafen.
Trotzdem extrem übermüdet kam ich heute morgen (Samstag, 16. August) dann in Johannesburg an. Mit den Koffern und dem Visum hat alles geklappt- Praise the Lord! Meinen Chef habe ich auch gleich erkannt und nach einem Abstecher nach Pretoria ging es dann zur Farm, etwa 20 min von Pretoria entfernt. Der rote Sand überall ist echt beeindruckend und steckt mir jetzt schon in der Nase.

Damit ihr beim Lesen nicht so müde werdet, wie ich es immer noch bin=), mache ich mal Schluss. Ich bin gut angekommen, froh über die gute Landung und muss sagen, der Umweg und die Verspätung hat sich gelohnt! Ich habe ein bisschen von der Welt gesehen, ein paar interessante arabische Stempel in meinem Pass und nette Leute kennengelernt.
In den nächsten Tagen werde ich euch dann berichten, wo ich hier bin, wie ich wohne usw.
Vielen Dank für alles Drandenken, Beten und Mails!
Seid gesegnet!